28. Juni 2010

Winsener Romanautoren im Interview

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Die Winsener Autoren Sören Bielow und Mike-Philipp van Severen haben für die Veröffentlichung ihres ersten Buches ungewöhnliche Methoden gewählt. Wieso, worum es in dem Buch geht und was die beiden als nächstes planen – wir haben nachgefragt!

Seit letzten Herbst findet man im Internet eine Art Fortsetzungsroman auf eurer Homepage, was hat es damit auf sich?

Es handelt sich um unser Erstlingswerk, das wir gemeinsam geschrieben haben und nun schrittweise veröffentlichen werden, um es Lesern zugänglich zu machen und Feedbacks von Lesern zu bekommen.

Das ist ja eine eher selten anzutreffende Möglichkeit, ein Buch zu veröffentlichen. Wie seid ihr darauf gekommen?

Natürlich hatten wir es zunächst bei Agenturen und Verlagen versucht, aber außer einem Zuschussverlag keinen seriösen Abnehmer gefunden haben. Und dass man von solchen Zuschuss- und Dienstleistungsverlagen lieber die Finger lässt, wenn man als Autor ernst genommen werden will, hat uns nicht zuletzt der Schriftsteller Andreas Eschbach geraten. Damit es aber trotzdem nicht in der Schublade versauert, haben wir beschlossen, es schrittweise auf unserer Website zu veröffentlichen.

Worum geht es denn in Eurer Geschichte?

Es geht um zwei Freunde, die in einer WG zusammenleben und sich aus Geldnot einen dritten Mitbewohner suchen müssen. Unser Ziel war es vornehmlich, eine Geschichte zu schreiben, die locker und leicht zu lesen ist und mit seinen authentischen Charakteren Spaß am Lesen bereitet.

Die Stadt, in der die Geschichte spielt weist gewisse Ähnlichkeiten mit Winsen auf – reiner Zufall?

Wir haben uns an Winsen orientiert, aber natürlich unsere Freiheiten gelassen.

Wie lang wird es noch dauern, bis das ganze Buch komplett online steht?

Da jede Woche ein Kapitel veröffentlich wird (immer Sonntags), wird ungefähr gegen Ende August das letzte Kapitel öffentlich zu lesen sein.

Wieviele Leser habt ihr bis jetzt?

Wir haben ein Statistikprogramm über Klicks und Verweildauer der Besucher und konnten feststellen, dass wir bereits einige wiederkehrende “Stammleser” haben.

Wie seid ihr überhaupt darauf gekommen, ein Buch zu schreiben?

Schon vorher haben wir jeder für sich etwas geschrieben und haben beschlossen, es mit einem gemeinsamen Projekt zu versuchen. In einem Brainstorming entstand dann die Idee für “Dörte – und wie er die Welt sah”.

Wie schreibt man denn eigentlich zu zweit an einem Buch?

Indem man sich in den kreativen Bereichen ergänzt, anstatt sich zu konkurrieren. Das ist wichtig, sonst funktioniert es nicht.

Wie lange habt ihr an “Dörte” gearbeitet?

5 Jahre haben wir geschrieben und das Geschriebene immer wieder überarbeitet. Es war eine Menge Arbeit, hat aber großen Spaß gemacht und viel gelernt haben wir dabei auch. Zum Beispiel, dass Geschichte und Figuren ein Eigenleben entwickeln und der Autor in gewissem Maße die Kontrolle verliert.

Ist eine Fortsetzung geplant oder werden wir noch andere Geschichten von Euch zu lesen bekommen?

Wir haben zwar grundsätzlich eine Idee für eine Fortsetzung von “Dörte – und wie er die Welt sah”, aber auch genug Entwürfe für andere Geschichten, so dass wir zur Zeit an unserem zweiten Werk arbeiten, das in eine völlig andere Richtung geht.

Dann wünsche ich Euch mal noch ordentliche viele weitere Leser, gutes Gelingen mit dem nächsten Roman – und den Verlagen, dass sie Euer Potenzial bald erkennen. Vielen Dank Euch beiden für das Gespräch.

Den Roman gibt es unter schreiben-ist-magie.de/doerte/ zu lesen. Einen Twitteraccount dazu gibt es auch und die Website der beiden Autoren darf in dieser Aufzählung natürlich auch nicht fehlen.



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